
Petra Voltmer geht neue Wege
In welcher Verbindung stehen Sie zu den Hannoverschen Kassen?
Als Assistentin der Geschäftsführung der Waldorfschule Hannover-Bothfeld war ich über 23 Jahre intensiv in die Personalarbeit eingebunden. Ein wichtiger Bestandteil meiner Aufgaben war die zusätzliche Altersversorgung der Mitarbeiter:innen. Die Schule gehört seit den 1980er-Jahren zu den Gründungsmitgliedern der Hannoverschen Kassen. Seitdem bietet sie ihren Mitarbeiter:innen verschiedene Möglichkeiten der ergänzenden Altersvorsorge an; zunächst über die Pensionskasse, später auch über die Alterskasse und das Waldorf-Versorgungswerk.
Im Jahr 2002 übernahm ich die Betreuung von rund 60 Versicherungsverträgen unserer Lehrkräfte. Für mich begann damit ein intensiver Lernprozess: Wie funktioniert Altersvorsorge? Welche Wege gibt es? Welche Regelungen gelten in der Ansparphase und später bei Verrentung und Auszahlung? Nach und nach erschloss sich mir ein komplexes, enorm wichtiges Themenfeld.
Besonders bei der Vorbereitung von Rentenanträgen führte ich viele Gespräche mit Mitarbeiter:innen. Dabei wurde mir bewusst, wie entscheidend eine verlässliche Vorsorge ist. Rund 40 Jahre Berufsleben stehen häufig vielen Jahren im Ruhestand gegenüber. Um im Alter gut leben zu können, braucht es rechtzeitige und tragfähige Lösungen.
Die Unterstützung unserer Mitarbeiter:innen wurde für mich zu einer Herzensangelegenheit. Auch, weil viele Kolleg:innen dieses Thema vertrauensvoll in die Hände der Schule legten. Die Hannoverschen Kassen habe ich dabei stets als persönliche, geduldige und fachlich kompetente Partner erlebt. Ob Sachbearbeitung oder Vorstand: Fragen wurden transparent, direkt und menschlich beantwortet. Besonders die Offenheit und kontinuierliche Begleitung empfand ich immer als außergewöhnlich. Sie ermutigte mich, eigene Ideen und Rückmeldungen einzubringen. Eine so verlässliche und persönliche Zusammenarbeit habe ich in meinem Berufsleben nur selten erlebt.
Durch die enge Kooperation konnten wir unseren Mitarbeiter:innen ein breites Spektrum an Möglichkeiten der Altersvorsorge anbieten – von der Produktauswahl über Betriebsvereinbarungen bis hin zur Betreuung der einzelnen Verträge.
Wie erleben Sie den Übergang in den Ruhestand?
Nach über 47 Jahren engagierter Berufstätigkeit war ich im vergangenen Jahr spürbar erschöpft. Deshalb beendete ich mein Arbeitsleben Ende 2025 vorzeitig, um mir Zeit zur Erholung zu nehmen. Die ersten Monate standen ganz im Zeichen der Regeneration.
Nach so vielen Jahren fühlt es sich noch immer ungewohnt an, morgens nicht mehr zur Arbeit zu gehen. Besonders fehlt mir der Austausch mit meinen Kolleg:innen. Gleichzeitig genieße ich die neu gewonnene Freiheit, selbst über meine Zeit bestimmen zu können. Nicht mehr durchgetaktet durch den Alltag zu hetzen, den Moment bewusster wahrzunehmen und einfach Zeit zu haben, das empfinde ich heute als großes Geschenk. In vielen kleinen Augenblicken spüre ich Glück, und wie gut mir dieser neue Lebensabschnitt tut.
Wie gestalten Sie Ihren neuen Lebensabschnitt?
Neben meiner Tätigkeit in der Schule prägte unser Bauernhof mit Pferdepension mein Leben. Seit mehr als 20 Jahren begleitet mich außerdem mein Westernpferd. Dadurch habe ich viel über Landwirtschaft, Natur und ökologische Zusammenhänge gelernt. Die zunehmenden Dürreperioden beschäftigen mich sehr. Deshalb frage ich mich immer stärker, was wir konkret für Natur, Böden und Artenvielfalt tun können.
Seit einigen Jahren widme ich mich diesem Thema intensiv. Gemeinsam mit meiner Tochter habe ich einen Naturgarten im Sinne der Permakultur angelegt, um die Biodiversität zu stärken. Auch das Thema Agroforst fasziniert mich: Baum- und Heckenstreifen auf Äckern und Wiesen, die Schatten spenden, Wasser halten und Lebensräume schaffen. Ich lerne viel, entdecke Zusammenhänge neu und erlebe den Austausch mit Gleichgesinnten als große Bereicherung.
Trotz vieler Krisen blicke ich nicht nur sorgenvoll, sondern auch hoffnungsvoll in die Zukunft. Ich wünsche mir, dass Eigenverantwortung, Achtsamkeit und der respektvolle Umgang mit Natur, Tieren und Mitmenschen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Wenn daraus mehr Bewusstsein und mehr Miteinander entständen, wäre das für mich ein sehr guter Weg in meinen neuen Lebensabschnitt.
