Sie werden in Kürze automatisch ausgeloggt. Eventuell gehen dabei ungespeicherte Änderungen verloren. Führen Sie eine Aktion auf der Website durch um Ihre Sitzung zu verlängern.
  • Rechner auswählen
    • EGU-Rechner
    • Tarifrechner
  • Kontakt
  • Service
  • Kunden-Login
  • Veranstaltungsanmeldung
Logo Hannoversche Kassen
  • Start
  • Betriebliche Altersversorgung
    • Arbeitgeberfinanziert
    • Entgeltumwandlung
    • Waldorf-Versorgungswerk
    • Versicherungsmathematische Gutachten
    • Service
      • Formulare
      • Merkblätter
      • Satzungen
      • EGU-Rechner
      • Tarifrechner
  • Moderne Solidarformen
    • Beihilfekasse
    • Sozialfonds
    • Solidarfonds
    • Projekte
    • Gesundheits-Marktplatz
  • Unsere Kapitalanlagen
    • Unsere Kapitalanlage im Detail
    • Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegung
    • Nachhaltigkeitsrat
  • Über uns
    • Stellenangebote
    • Unternehmensverbund
    • Leitbild
    • Organe - Gremien
    • Mitarbeiter:innen
    • Mitgliedschaften und Partner
    • Publikationen
      • Satzungen
      • WIR Infobrief Artikel
        • Geschaeftsberichte
        • Auszeichnungen
      • Historie
      • Datenschutz
      • Hinweisgebersystem
    Start Ernährungssicherheit für alle - Nahrungsmittel unter Druck von Marktlogiken
    Wir Logo
    Aus dem WIR Infobrief der Hannoverschen Kassen
    Ausgabe 76  04|26

    Ernährungssicherheit für alle - Nahrungsmittel unter Druck von Marktlogiken

    Nahrungsmittelspekulation bezeichnet den Handel mit Agrarrohstoffderivaten, bei dem Finanz- akteure auf künftige Preisentwicklungen wetten, ohne physische Waren wie etwa Weizen zu benötigen.

    Das Bild zeigt eine herbstliche Vielfalt an buntem Gemüse und Obst

    Ursprünglich waren diese zur Absicherung für Landwirte gegenüber Preisschwankungen gedacht. Jedoch werfen solche Geschäfte grundlegende Fragen auf – insbesondere, wenn Profite aus Preisschwankungen über die Ernährungssicherheit für Millionen Menschen entscheiden.

    Die UN Sustainable Development Goals sehen Nahrung als Menschenrecht an. Die Erreichung dieses Ziels können wir daher als Gradmesser verstehen, wirtschaftliche Interessen mit Ernährungssicherheit- und -gerechtigkeit zu vereinen. Wie können Lösungen aussehen?

    Haltung zeigen

    Mir hat mal ein schlauer Mensch gesagt: „Landwirtschaft ist der Ursprung allen Wirtschaftens." Das hat mich nie wieder losgelassen. Na klar, davor lag meine Kindheit im ländlichen Raum, mit Treckerfahren auf dem Schoß des Landwirts, auf Heuballen klettern, Berghalden erkunden, Oma und Mama, die Nahrungsmittel wie Gold behandelt haben. Natur und Nahrungsmittel waren im kindlichen Verständnis immer da. Sie wirkten unerschöpflich. Aber wenn wir Landwirtschaft zudem als Ursprung allen Wirtschaftens verstehen, erfahren wir noch mehr über die Abhängigkeit zwischen der Natur und unseren Ansprüchen.

    Ein zentraler Kritikpunkt ist die Kommodifizierung von Nahrung, d. h., Grundnahrungsmittel werden von ihrer lebenserhaltenden Funktion entkoppelt und zu spekulativen Anlageklassen umgedeutet. Während Getreidesilos weltweit gefüllt sein können, steigen die Preise durch spekulative Nachfrage – nicht durch echte Knappheit. Dies erzeugt „künstliche Verknappung": Menschen hungern, obwohl genug produziert wird. Sie können sich Nahrung schlicht nicht mehr leisten. Aus menschenrechtlicher Perspektive ist dies problematisch: Das Recht auf Nahrung wird untergraben, wenn Marktmechanismen systematisch verwundbare gesellschaftliche Gruppen weltweit benachteiligen.

    Wo stehen wir also?

    Studien zeigen, dass Spekulation Preisschwankungen verstärken kann – besonders in Märkten mit nur wenigen Anbietern. Hochfrequenzhandel verschärft dies: Algorithmen reagieren auf Nachrichten über Ernteausfälle schneller als reale Lieferketten. So werden Erwartungen zu selbsterfüllenden Prophezeiungen. Besonders betroffen sind einkommensschwache Menschen in Ländern des globalen Südens. Sie geben rund 70 % ihres Einkommens für Nahrung aus. Einer Schätzung zufolge führt ein zehnprozentiger Preisanstieg bei Nahrungsmitteln zu 3,5 % mehr hungernden Menschen – ein direkter kausaler Pfad von Finanzmärkten zu humanitären Krisen. 

    Diese Dynamik ist aber kein „natürliches" Marktphänomen, sondern Ergebnis politischer Gestaltung. Die Globalisierung beförderte seit den 1980ern die Finanzialisierung von Agrarmärkten – etwa durch Deregulierung von Terminkontrakten und Abbau öffentlicher Nahrungsmittelreserven.

    Was jetzt? 

    Nicht alle Studien bestätigen den beschriebenen Spekulationseffekt: Einige Analysen fanden „keinen überzeugenden Beleg" für spekulative Blasen an den Nahrungsmittelmärkten. Dennoch räumen auch kritische Quellen ein, dass Spekulationen in Krisenzeiten als Verstärker wirken – besonders wenn Panik und Exportbeschränkungen hinzukommen. Die Debatte ist also nicht schwarz-weiß. Aber die Risikoverteilung ist asymmetrisch: Gewinne streichen einige wenige ein – Verluste wie Hunger und Instabilität tragen alle.

    Nahrungsmittelspekulationen sind nicht per se schlecht. Doch sie erfordern eine Neuausrichtung: Nahrung darf nicht primär Renditeobjekt sein. Konkrete Maßnahmen können z. B. Obergrenzen für Agrarrohstoffderivate und öffentliche Nahrungsmittelreserven sein. Es geht um die Frage, ob Märkte dem Menschen dienen – oder umgekehrt.

    Jan Köpper
    Nachhaltigkeitsrat

    NAHRUNGSMITTELSPEKULATION BEI BANKEN ALS AUSSCHLUSSKRITERIUM DER HANNOVERSCHEN KASSEN: 

    Die Hannoverschen Kassen schließen Kapitalanlagen in Kreditinstitute aus, die sich an Nahrungsmittelspekulationen beteiligen. Im Geschäftsjahr 2025/2026 haben wir mehrere Kreditinstitute um eine schriftliche Stellungnahme dazu gebeten, falls diese den Ausschluss von Nahrungsmittelspekulationen nicht von sich aus transparent dargelegt haben.

    MITWIRKUNGSPOLITIK NACH § 134B AKTG IM GESCHÄFTS-JAHR 2025/2026 

    Die Hannoverschen Kassen halten zum 31.07.2026 folgende Aktien bzw. Aktienfonds:

    • Aktien der SozialFinanz AG
    • GLS Aktienfonds

    Außerdem hielten die Hannoverschen Kassen im o. a. Geschäftsjahr folgende Beteiligungen:

    • Immobilienfonds Next Impact Fund III – Soziale-Infrastruktur-Impact 
    • Erneuerbare-Energien-Fonds Aquila Capital European Balanced Renewables Fund
    • Erneuerbare-Energien-Fonds Aquila Capital Renewables Fund IV
    • Erneuerbare-Energien-Teilfonds EB-SIM Erneuerbare- Energien-Fonds Europa
    • Erneuerbare-Energien-Fonds CEE Renewable Fund 7

    An den jeweiligen Haupt- bzw. Gesellschafterversammlungen haben die Hannoverschen Kassen über bevollmächtige Personen teilgenommen. Stimmrechtsausübungen bei  investierten Unternehmen führt die Universal-Investment-Gesellschaft mbH als Kapitalverwaltungsgesellschaft des GLS Aktienfonds direkt durch.

    Mitwirkungsaktivitäten aufgrund von Verstößen gegen unsere Negativkriterien der Nachhaltigkeitsleitlinie oder andere Aktivitäten waren nicht notwendig. 

    Die Hannoverschen Kassen arbeiten nicht mit Vermögensverwaltern zusammen.

    Christian Richter

    Service

    • Formulare
    • Merkblätter
    • Satzungen
    • EGU-Rechner
    • Tarif-Rechner

    Wir sind für Sie da!

    0511 82079850 info@hannoversche-kassen.de
    • Kontaktinfos

    WIR: Der Infobrief

    Bleiben Sie im Bilde - mit unserem Infobrief der Hannoverschen Kassen.
    Auch digital.

    Titelfoto Wir Infobrief Nr. 76 04/26 - Eine Frau schwingt mit beiden Händen ein Kind in die Luft

    Geschäftsbericht

    Titelfoto Geschaeftsbericht 2024/2025 - Biene sitzt auf einer Apfelblüte

    Nachhaltigkeits­bezogene Offenlegung

    Zwei blühende Gaensbluemchen werden von zwei Fingern gehalten
    Hannoversche Kassen
    Pelikanplatz 23, 30177 Hannover
    Telefon 0511 82079850
    Telefax 0511 82079879
    info@hannoversche-kassen.de
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
    • Barrierefreiheit
    • Cookie-Information
    © Hannoversche Kassen