
Was ein Investment in einen EUROFIMA Green Bond auf die Schiene bringt
Bei der EUROFIMA lässt sich diese Verbindung anschaulich herstellen: Wir als supranationale Organisation finanzieren Schienenfahrzeuge für den öffentlichen Verkehr in Europa. Aus Kapitalmarktmitteln werden damit Züge, die täglich Menschen zur Arbeit, in die Schule oder zu Familie und Freunden bringen.
„Für uns ist entscheidend, die Perspektive des Kapitalmarkts mit der realen Welt zu verbinden", sagt Dr. Christoph Pasternak, CEO von EUROFIMA. „Am Ende finanzieren unsere Investoren wie die Hannoverschen Kassen nicht einfach eine Bilanz. Sie ermöglichen moderne, verlässliche und zunehmend emissions-arme Mobilität in Europa."
Wie konkret das geht, zeigt Italien. Im Mai 2026 stellte EUROFIMA Ferrovie dello Stato Italiane 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren zur Verfügung. Finanziert werden 62 neue elektrische Regionalzüge: 31 einstöckige Alstom „Pop" und 31 doppelstöckige Hitachi „Rock". Sie verbinden Klimaschutz mit praktischen Verbesserungen für Fahrgäste – etwa moderner Fahrgastinformation, höherem Komfort und besserer Zugänglichkeit.
In Tschechien sieht der Weg zu klimafreundlicher Mobilität anders aus. Im Juli 2026 finanzierte EUROFIMA für České Dráhy (tschechische Staatsbahn) 94 Regionalzüge mit 4 Milliarden Tschechischen Kronen (ca. 165 Mio. Euro). Dazu gehören zehn batterieelektrische RegioPanter-Züge von Škoda, die auf elektrifizierten Strecken Strom aus der Oberleitung beziehen und auf nicht elektrifizierten Abschnitten mit Batterien weiterfahren können. Hinzu kommen 84 moderne Dieseltriebzüge aus polnischer Produktion für Regionen, in denen eine Elektrifizierung noch nicht verfügbar ist.
„Transformation bedeutet nicht, auf die perfekte Infrastruktur von morgen zu warten", so Pasternak. „Sie bedeutet, heute die bestmögliche Lösung für die vorhandenen Netze zu finanzieren und gleichzeitig den Übergang zu emissionsärmeren Technologien voranzutreiben. Gerade im Regionalverkehr entscheidet sich, ob nachhaltige Mobilität auch außerhalb der großen Metropolen funktioniert."
Nachhaltigkeit kann auch heißen, vorhandene Ressourcen länger zu nutzen. In Bulgarien unterstützt EUROFIMA die Erneuerung des Bahnverkehrs durch die Finanzierung gebrauchter, zuvor in Deutschland eingesetzter Intercity-Wagen. 18 Wagen werden nach Modernisierungen im öffentlichen Personenverkehr eingesetzt. Das Projekt umfasst 4,5 Millionen Euro – deutlich weniger als große Neufahrzeugprogramme, aber mit unmittelbar sichtbarem Nutzen. Nicht jedes Verkehrsproblem braucht einen fabrikneuen Zug. Entscheidend ist, welche Lösung für den jeweiligen Bedarf sinnvoll ist.
Seit ihrer Gründung hat EUROFIMA mehr als 200.000 Schienenfahrzeuge mitfinanziert und insgesamt über 93 Milliarden Euro an Finanzierungen bereitgestellt. Im aktuellen Green-Bond-Portfolio waren zum Ende des Jahres 2025 rund 6 Milliarden Euro elektrischen und Tri-Mode-Fahrzeugen des Personenverkehrs zugeordnet.
Für langfristig orientierte Anleger wird damit neben Bonität und Verzinsung eine zweite Ebene sichtbar: Einsatz des Kapitals für Infrastruktur, die über Jahrzehnte genutzt wird. „Ein moderner Zug bleibt nicht für eine Quartalsperiode im Einsatz, sondern häufig 30 Jahre und länger", sagt Pasternak. „Diese Langfristigkeit verbindet den Schienenverkehr mit der Perspektive von Altersvorsorgeeinrichtungen: Heute investieren, damit auch morgen verlässliche Strukturen zur Verfügung stehen."
Für Investoren wird aus einer Wertpapierposition so etwas sehr Greifbares: Ein Regionalzug in Italien, ein Batteriezug in Tschechien oder ein modernisierter Reisezugwagen in Bulgarien – und damit ein Stück europäische Infrastruktur im täglichen Einsatz.
Dr. Christoph Pasternak
CEO der EUROFIMA
Seit dem Geschäftsjahr 25/26 haben wir ebenfalls Green Bonds des Stromnetzbetreibers TenneT Netherlands B.V. in unserem Kapitalanlagebestand. Dies ist jedoch die Folge eines Emittentenwechsels. Vorher war die TenneT Holding B.V. Schuldner unserer Green Bonds. Ein weiterer Zukauf des Green Bonds der TenneT Netherlands B.V. erfolgte ebenfalls im Geschäfts-jahr 25/26.
